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Pressemitteilung (Mai 2007)

Informationsplattform open-access.net jetzt online!

Open-access.net ist eine von den Universitäten Bielefeld, Göttingen, Konstanz sowie der Freien Universität Berlin aufgebaute Plattform, die die zunehmende wissenschaftspolitische Bedeutung des Themas Open Access aufgreift. Auf der German E-Science Conference 2007 am 2. Mai in Baden-Baden wird das DFG-geförderte Projekt erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt.

Nicht nur Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler können sich künftig umfassend über den Themenkomplex Open Access informieren. Unter Open-Access-Publikationen versteht man weltweit kostenfrei zugängliche wissenschaftliche Veröffentlichungen im Internet. Seit der Berliner Erklärung über offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen im Jahr 2003 ist das Bewusstsein im Wissenschaftsbereich über die Bedeutung von Open Access zunehmend gestiegen. Mittlerweile haben zahlreiche Wissenschafts- und Fördereinrichtungen und eine wachsende Zahl an Universitäten die Berliner Erklärung unterzeichnet. So hat etwa die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) alle von ihr geförderten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aufgefordert, ihre Forschungsergebnisse möglichst Open Access zu publizieren, entweder parallel zu Verlagspublikationen auf fachspezifischen bzw. institutionellen Servern oder direkt in Open-Access-Zeitschriften. Unbestritten sind mittlerweile die Vorteile des weltweit freien und kostenlosen Zugangs zu den Ergebnissen wissenschaftlicher Forschung. Der ungehinderte Zugang erhöht den Verbreitungsgrad wissenschaftlicher Erkenntnisse, steigert die Sichtbarkeit sowie das Renommee der Autoren, und nutzt vor allem den Lesern, die bequem und rund um die Uhr auf relevante Informationen im Netz zugreifen können.

Open-access.net stellt die erste für den deutschsprachigen Raum konzipierte Informationsplattform zum Thema Open Access dar. Sie wird seit September 2006 von der DFG gefördert und unterstützt mit praxisnahen Handreichungen Wissenschaftler(innen) und Institutionen bei der konkreten Umsetzung von Open Access. Sie bietet unter anderem Informationen zu Publikationsstrategien, Kosten und rechtlichen Aspekten sowie Argumentationshilfen rund um das Thema Open Access und richtet sich an Fachverbände, Forschungseinrichtungen, Hochschulen, Bibliotheken und Verlage.

Die Plattform open-access.net wird von den Universitäten Bielefeld, Göttingen und Konstanz sowie der Freien Universität Berlin getragen, die zu den Vorreitern der Open-Access-Bewegung gehören, und von der Allianz der Wissenschaftsorganisationen, der Hochschulrektorenkonferenz, der Volkswagen-Stiftung und der Deutschen Initiative für Netzwerkinformation e.V. (DINI) unterstützt. In eigenen Bereichen informieren die Helmholtz-Gemeinschaft und die Max-Planck-Gesellschaft über Open Access. Ein wissenschaftlicher Beirat evaluiert die Plattform regelmäßig und stellt eine enge Verknüpfung zu den Bedürfnissen der Wissenschaft sicher.

Open-access.net geht mit einer breiten Palette an Informationen und Handreichungen an den Start. Die fachspezifischen Seiten befinden sich noch im Aufbau, so dass aktuell nur in einigen Fachbereichen Informationen zu Open Access angeboten werden können. Die Betreiber von open-access.net laden alle Nutzer und Nutzerinnen der Plattform ausdrücklich zur Mitwirkung ein. Den Koordinatorinnen der Plattform können Neuigkeiten, inhaltliche Ergänzungen und Anregungen gemeldet werden. Unter der Rubrik "News" werden gefundene und gemeldete neue Entwicklungen im Bereich Open Access zusammengestellt, die über ein RSS-Feed abonniert werden können. Eine moderierte Mailingliste bietet die Möglichkeit, Themen zu Open Access zu diskutieren.

 

Weiterführende Informationen

Internetseite der Plattform: www.open-access.net

Projektleitung: 

Dr. Norbert Lossau, Direktor der Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen, E-Mail: Norbert.Lossau(at)sub.uni-goettingen.de; Tel.: 0551/39-5212

Projektkoordination:

Anja Kersting, Bibliothek der Universität Konstanz, E-Mail: Anja.Kersting(at)uni-konstanz.de; Tel.: 07531/88-2475

Rubina Vock, Freien Universität Berlin, Center für Digitale Systeme, E-Mail: Rubina.Vock(at)fu-berlin.de; Tel.: 030/838-52779

 

Hier finden Sie eine Übersicht der Projektpartner und ihrer Aktivitäten zu Open Access und des Wissenschaftlichen Beirats.